Ummeldung & Behörden
Auto ummelden nach Umzug: Kosten, Unterlagen & Ablauf
Nach einem Umzug musst du dein Fahrzeug bei der Zulassungsstelle anpassen. Wir zeigen dir, welche Unterlagen du brauchst, was es kostet und wie du in einem Termin fertig wirst.

Wer umzieht, muss früher oder später sein Auto ummelden – zumindest die Adresse im Fahrzeugschein. Ob du auch das Kennzeichen tauschen musst, hängt davon ab, wohin du gezogen bist. Dieser Ratgeber erklärt dir die Fristen, die nötigen Papiere und die Kosten, damit du den Behördengang in einem Rutsch erledigst.
Wann musst du dein Auto ummelden?
Grundsätzlich gilt: Sobald sich dein Hauptwohnsitz ändert, musst du dein Auto ummelden. Nach der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt hast du zwar keine gesetzlich exakt festgelegte Tagesfrist speziell fürs Fahrzeug, doch die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung verlangt, dass du die Adressänderung „unverzüglich“ mitteilst. In der Praxis bedeutet das: möglichst innerhalb weniger Wochen. Wer zu lange wartet, riskiert im Extremfall ein Verwarnungs- oder Bußgeld.
Am einfachsten erledigst du die Fahrzeug-Ummeldung direkt im Anschluss an die Wohnsitzanmeldung, solange du ohnehin im Behördenmodus bist und alle Papiere griffbereit hast. So gerät der Vorgang nicht in Vergessenheit. Es gibt auch keinen Grund, damit zu warten: Die Adressänderung ist ein Standardvorgang, der wenig Aufwand macht, aber spätere Probleme mit veralteten Papieren zuverlässig verhindert.
Ziehst du innerhalb desselben Zulassungsbezirks um, reicht meist eine reine Adressänderung. Wechselst du in einen anderen Bezirk oder ein anderes Bundesland, wird die Ummeldung etwas umfangreicher – teils mit neuem Kennzeichen, teils darfst du dein altes behalten.
Ein häufiger Irrtum ist, dass die Meldebehörde das Fahrzeug automatisch mit ummeldet, wenn du deinen Wohnsitz anmeldest. Das stimmt nicht. Einwohnermeldeamt und Zulassungsstelle sind getrennte Behörden. Du musst dich also aktiv um dein Fahrzeug kümmern, auch wenn du im Amt schon warst. Wer das vergisst, fällt oft erst bei der nächsten Kontrolle oder beim Verkauf des Wagens auf – dann sind die Papiere veraltet und der Vorgang wird komplizierter.
Die Ummeldung erledigst du in der Regel in einem einzigen Besuch bei der Zulassungsstelle.
Ausweis, Fahrzeugpapiere und eVB-Nummer reichen für den Standardfall aus.
Ohne neues Kennzeichen bleibst du meist deutlich unter 40 Euro.
Diese Unterlagen brauchst du zum Auto ummelden
Damit du nicht ein zweites Mal anstehen musst, solltest du alle Dokumente vollständig dabeihaben. Die meisten Zulassungsstellen verlangen dieselben Nachweise. Prüfe zur Sicherheit vorab die Website deiner örtlichen Kfz-Zulassungsstelle, denn die Anforderungen können sich leicht unterscheiden.
| Unterlage | Wofür |
|---|---|
| Personalausweis oder Reisepass | Identitätsnachweis (bei Pass mit Meldebescheinigung) |
| Zulassungsbescheinigung Teil I | früher „Fahrzeugschein“ |
| Zulassungsbescheinigung Teil II | früher „Fahrzeugbrief“ |
| eVB-Nummer | elektronischer Versicherungsnachweis |
| aktuelle HU-Bescheinigung | Nachweis der Hauptuntersuchung (TÜV/DEKRA) |
| bisherige Kennzeichen | nur bei Kennzeichenwechsel nötig |
Bei einer reinen Adressänderung im selben Bezirk brauchst du oft nur den Ausweis und die Zulassungsbescheinigung Teil I. Sobald aber ein neues Kennzeichen zugeteilt wird oder du in einen anderen Bezirk ziehst, verlangt die Behörde in der Regel den vollständigen Satz an Unterlagen. Meldest du das Auto für eine andere Person um, kommt eine schriftliche Vollmacht samt Ausweiskopie des Halters hinzu. Bei Firmenfahrzeugen sind zusätzlich ein Handelsregisterauszug und ein Nachweis der Vertretungsberechtigung nötig.
Was kostet es, das Auto umzumelden?
Die Gebühren sind moderat, variieren aber je nach Umfang. Eine reine Adressänderung ist günstiger als eine Ummeldung mit neuem Kennzeichen. Rechne mit folgenden Beträgen (Stand 2026):
| Vorgang | Ungefähre Kosten |
|---|---|
| Adressänderung ohne Kennzeichenwechsel | ca. 11–20 Euro |
| Ummeldung mit neuem Kennzeichen | ca. 25–35 Euro |
| Neue Kennzeichenschilder (Prägung) | ca. 20–35 Euro |
| Wunschkennzeichen (optional) | ca. 10–13 Euro Reservierung + Gebühr |
Insgesamt landest du im häufigsten Fall bei rund 30 bis 60 Euro. Die Schilder selbst kaufst du meist bei einem Prägedienst direkt neben der Zulassungsstelle. Manche Behörden bieten die Prägung inzwischen auch im Haus an.
Hinzu kommen manchmal kleinere Nebenkosten, etwa für die Reservierung eines Wunschkennzeichens oder für Feinstaubplaketten, falls neue Schilder ausgegeben werden. Wer die Ummeldung online über i-Kfz erledigt, spart oft ein paar Euro, weil die digitale Bearbeitung günstiger kalkuliert ist. Plane die Gebühren als Bargeld oder Karte ein – nicht jede Zulassungsstelle akzeptiert beide Zahlungswege. Ein kurzer Blick auf die Gebührenordnung deiner Behörde verhindert Überraschungen am Schalter.
So läuft die Ummeldung Schritt für Schritt ab
Der Ablauf ist überschaubar, wenn du vorbereitet bist. Auch beim Auto ummelden gilt: Ein durchdachter Termin spart Zeit und Nerven.
Zuerst meldest du deinen neuen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt an – das ist die Grundlage für alles Weitere. Danach vereinbarst du, sofern möglich, online einen Termin bei der Zulassungsstelle. Viele Ämter arbeiten nur noch mit Terminvergabe. Am Termin selbst legst du deine Unterlagen vor, die Adresse wird geändert und – falls nötig – ein neues Kennzeichen zugeteilt. Zum Schluss erhältst du die aktualisierten Papiere und gegebenenfalls neue Plaketten.
Der ganze Vorgang dauert am Schalter meist nur 15 bis 30 Minuten, sofern deine Unterlagen vollständig sind. Wartezeiten entstehen eher durch die Terminlage als durch die Bearbeitung selbst. Nimm dir dennoch etwas Puffer, falls doch ein Dokument nachgereicht werden muss. Nach der Ummeldung solltest du prüfen, ob alle Daten in den neuen Papieren korrekt eingetragen sind – Tippfehler bei der Adresse fallen sonst erst spät auf und müssen erneut korrigiert werden.
Kennzeichen behalten oder wechseln?
Seit einigen Jahren darfst du dein altes Kennzeichen bei einem Umzug in der Regel behalten – auch über Bundeslandgrenzen hinweg. Das spart Geld für neue Schilder und den Aufwand für Ummeldungen bei Vertragspartnern. Trotzdem gibt es Gründe, freiwillig zu wechseln, etwa wenn du dich stärker mit deiner neuen Region identifizieren möchtest.
Wichtig: Wenn du dein Kennzeichen behältst, ändert sich nur die Adresse in den Papieren. Denk aber daran, deine neue Anschrift auch bei Versicherung, Leasinggeber und im Vertrag für die Kfz-Steuer zu hinterlegen. Diese Stellen werden nicht automatisch informiert.
Behältst du dein altes Kennzeichen, bleibt die alte Ortskennung erhalten – ein Berliner „B“ fährt also auch nach dem Umzug ins Umland weiter. Für viele ist das kein Problem, manche stört es aber. Ein freiwilliger Wechsel ist jederzeit möglich, verursacht aber die zusätzlichen Kosten für neue Schilder. Wer beruflich viel unterwegs ist oder das Fahrzeug bald verkaufen will, fährt mit dem behaltenen Kennzeichen meist am günstigsten. Denk außerdem daran, ein etwaiges Parkausweis- oder Anwohnerparken am neuen Wohnort separat zu beantragen, denn das hängt an der Adresse, nicht am Kennzeichen.
Häufige Fragen
Muss ich mein Auto überhaupt ummelden, wenn ich das Kennzeichen behalte?
Wie schnell muss ich nach dem Umzug ummelden?
Kann ich das Auto ummelden ohne Fahrzeugbrief?
Geht die Ummeldung auch online?
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